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Wer mich kennt, der weiß: weder neige ich zu Fremdwörtergeschwurbel, noch bin ich ein Freund von Anglizismen – aber manchmal stößt man in der deutschen Sprache an seine Grenzen. Es fängt an bei meiner offiziellen Berufsbezeichnung. Laut Gewerbeordnung bin ich Fremdenführer. Oje. Schon der Begriff „fremd“ ist nicht uneingeschränkt positiv besetzt und der „Führer“ ist seit 1945 die ungeliebteste Vokabel von allen.

Die Kolleg:innen in Deutschland firmieren als „Gästeführer“. Als Gast mag man sich willkommener fühlen, denn als Fremder, aber das F-Wort bleibt. „Gästebetreuer“ ist auch keine Alternative, weil ich weder Ihre Pflege, noch Ihre Versorgung übernehme und was täte ich als „Stadtbilderklärerin“, wenn ich mal ins Land hinaus fahre?

Weil wir häufig mit Gästen aus nicht-deutschsprachigen Ländern unterwegs sind, steht auf meiner Plakette „austriaguides“. Diese Wortbildmarke ist geschützt, die darf nur führen, wer ausgebildet und geprüft ist.

Der Marke „austriaguides“ entspringt der Name meiner Homepage: the guide.

Und nein, auf Deutsch wäre es nicht gegangen! Der Begrüßungssatz „Ach, und sie sind also die Frau Führerin, haha“ ist ein häufig gehörter und wenig geliebter. Lassen wir ihn dem Vergessen anheimfallen.

Ich bin Ihr Guide, oder einfacher: die Sonja und ich zeige Ihnen, was es wert ist, gesehen zu werden!

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